Behandlungsablauf

Bewährte Vorgehensweisen bei der homöopathischen Behandlung

Fallaufnahme Praxis Riedhammer
  • 1. Erstanamnese

  • Die Erstanamnese (Erstgespräch, Fallaufnahme) besteht aus Gespräch und Untersuchung. Sie dauert je nach Fall zwischen einer und zwei Stunden. Hier werden wir ausführlich auf Ihre Beschwerden eingehen. Ziel ist ein möglichst klares Bild des Geschehens zu zeichnen. Dabei ist eine eventuell vorhandene medizinische Diagnose zwar hilfreich aber zu 'ungenau'.

    In der Homöopathie sind wir interessiert am individuellen Ausdruck einer Krankheit, der ja von Person zu Person ganz unterschiedlich sein kann.

  •  
  • Daher kommt es meist bei der gleichen schulmedizinischen Diagnose zu unterschiedlichen Arzneimittelverschreibungen. Sollten Ihnen auch nach der Anamnese noch wichtige Dinge/Themen zu Ihren Beschwerden einfallen, können Sie mir diese dann jederzeit auch telefonisch mitteilen. Fragen zur Mitteleinnahme werden besprochen.

Homöopathische Repertorisation Praxis-Riedhammer
  • 2. Fallanalyse und Repertorisation

  • An die Anamnese schließt sich die Fallanalyse und Repertorisation an, d.h. jetzt findet die eigentliche Suche nach dem passenden Arzneimittel (Simillimum) statt. Der Homöopath entscheidet, welche Symptome zur Mittelwahl herangezogen werden. Dabei steht das Prinzip der Individualisierung ganz im Vordergrund: Die hochwertigsten homöopathischen Symptome sind die, welche nicht pathognomonisch (für die Erkrankung typisch) sind, sondern den Zustand des Patienten am klarsten charakterisieren. Das sind besonders die sogenannten §153-Symptome, also die auffallenden, sonderlichen, ungewöhnlichen und eigenheitlichen Symptome.

  •  
  • Die beiden wichtigsten Hilfsmittel des Homöopathen zur Mittelfindung sind das Repertorium, ein Symptomen-Nachschlagewerk, das natürlich auch als Software zur Verfügung steht und die Materia Medica, ein Kompendium homöopathischer Arzneimittel, das unterstützend bei der Differenzialdiagnose möglicher Mittel Verwendung findet. Für diese Arbeit muss der Patient selbstverständlich nicht anwesend sein. Ist das Simillimum gefunden, werden Sie von mir informiert und können das Arzneimittel über die Apotheke beziehen.

Materia Medica Vergleich, Homöopathisches Follow-Up
  • 3. Follow-Up

  • Die Follow-Ups (Folgeanamnesen) sind in Ihrer zeitlichen Länge und Anzahl sehr individuell, aber meist deutlich kürzer (ca. 30-60 min) und dienen der Beobachtung und Steuerung des Fallverlaufs. Die aktuelle Symptomatik wird aufgenommen und mit der früheren abgeglichen.

  •  
  • Eventuell wird ein neues Arzneimittel verschrieben, meist bleibt es aber bei der ursprünglichen Verschreibung. Folgeanamnesen schließen sich an, bis das Behandlungsziel erreicht ist.