Was ist ein Heilpraktiker?

Ausbildungsschwerpunkte und Prüfungsinhalte der deutschen Heilpraktikerprüfung

Ausbildung und Prüfung zum Heilpraktiker
  • Ausbildung zum Heilpraktiker

  • Die Gesundheitsämter sind in Deutschland mit der Durchführung der Heilpraktikerprüfung, Zulassung und Kontrolle der Heilpraktiker beauftragt. Der Heilpraktiker legt eine offizielle mündliche und schriftliche Prüfung vor dem Amtsarzt und zwei Beisitzern ab.

    Erst nach Bestehen beider Prüfungen, die üblicherweise zweimal jährlich angeboten werden, ist der Anwärter berechtigt sich als ‚Heilpraktiker‘ zu bezeichnen.

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  • Die Ausbildung zum Heilpraktiker dauert in Deutschland/Bayern durchschnittlich 2 bis 3 Jahre.

    Viele Lehrakademien/Ausbildungsstätten integrieren während dieser Zeit auch naturheilkundliche Therapien wie beispielsweise Homöopathie, Akupunktur, Osteopathie, traditionelle chinesische Medizin (TCM) bzw. traditionelle europäische Medizin oder ähnliches, in die Ausbildung.

Wissensschwehrpunkte und Untersuchung des Heilpraktikers
  • Thematische Schwerpunkte

  • Schwerpunkt (zeitlich und inhaltlich) für die Heilpraktiker-prüfung sind medizinische Fächer wie

    - Anatomie

    - Physiologie

    - Pathologie

    sowie praktische Fächer wie Diagnostik, Untersuchung und Injektionstechniken.

    Alle wichtigen Organe/Organsysteme sind im Stoff integriert:

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  • Atmungssystem, Blut, Abwehr und Lymphe, Harnsystem, Herz, Kreislauf und Gefäßsystem.

    Das Hormonsystem, Verdauungssystem, Bewegungsapparat, Urogenitaltrakt, Schwangerschaft und Entwicklung, Haut und Nervensystem, Psychiatrie, außerdem Auge und Ohr gehören genauso mit dazu.

Prüfungsschwerpunkte der Heilpraktikerprüfung
  • Besondere Wissensgebiete

  • Zwei besondere Schwerpunkte bilden Infektionskrankheiten und Gesetzeskunde.

    In diesen Fächern muss sich der Heilpraktiker-Anwärter auf eine eingehende, detaillierte Befragung durch den Amtsarzt einstellen. Weitere wichtige Fächer sind schließlich noch:

    Differenzialdiagnostik, Notfall und Hygiene.

    Auch diese Fächer sind besonders prüfungsrelevant, da sie große Bedeutung für die spätere Praxisführung besitzen.

    Ziel der Differenzialdiagnostik ist ein konkretes, individuelles Krankheitsbild (also die Symptome mit denen der Patient in die Praxis kommt) bestimmten Krankheiten zuordnen zu können und andere wiederum ausschließen zu können.

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  • Dabei hat die Fähigkeit lebensbedrohliche Pathologien zu erkennen und in der Folge, angemessen zu handeln, oberste Priorität.

    Notfallmaßnamen kommen beispielsweise bei allen möglichen Schockzuständen zum Einsatz.

    Hygiene behandelt Desinfektions- und Sterilisations-methoden und den Umgang damit in der Praxis.